Samstagmorgen, 07.00 Uhr. Es ward dunkel und düster, schwarze Gestalten standen auf dem Schulhausplatz in Egolzwil und bewegten sich kaum. Es ward auch kalt, eiskalt. Die Gruppe der Gestalten wurde immer grösser und grösser, bis plötzlich zwei grelle Lichter die Dunkelheit bezwangen. Es waren die Lichter der Hoffnung, der Rettung. Es ward ein Fortbewegungsmittel, welches die nun klar erkennbaren Moossis in das entlegene, gefürchtete Höllloch kutschieren sollte.

Als aller Proviant und Durstlöscher sicher in der Kutsche untergebracht waren, konnte die Reise beginnen. Urs, unser Kutscher, brachte uns sicher in die Höhl(l)e des Teufels (Höllloch, verstanden, he? Verstanden? ). Angekommen, brauste peitschender Wind, auf den Dächern lag Schnee und der Boden war mit einer hauchdünnen Schicht gefrorenem Wasser überzogen. Ein fester Stand musste geübt sein. Doch die Moossis sind talentierte Akrobaten. Ihnen konnte das bisschen Eis nichts anhaben. Um 08.45 Uhr wurde das Ferienlager Höllloch für zwei Tage zum Zuhause der Moossis erklärt. Alles wurde bereit gemacht für die erste Registerprobe. Raumvergabe stand auf der Tagesliste. Da tauchte schon das erste Problem auf: Wo durften unsere drei Hörnlis proben? Hauptraum: Schlag, Schlafraum: Posaunen, Partyraum: Trompetli. Da gab es nur eine Lösung: die Hörnli mussten sich der klirrenden Kälte stellen und durften unsere Nachbarn mit ihrem satten, schönen Sound beglücken.

_DSC0264

Nach anstrengender Register- und Gesamtprobe durfte endlich die lang ersehnte Mittagsmahlzeit gespeist werden. Im benachbarten Restaurant durften die Moossis ein herrliches Rahmschnitzel mit Nudeln und Gemüse schlemmen. Es war herrlich, die Teller waren alle leer.

Gut genährt und nicht mehr durstig durfte die zweite Register- und Gesamtprobe in Angriff genommen werden. Alles verlief bis zu diesem Zeitpunkt wie geplant und dem Zeitplan entsprechend. Und das sollte auch so bleiben. Aber immer schöne, wohltuende Klänge aus den Instrumenten zaubern konnte doch nicht jeder. Während beim Schlag eine Runde Flöppcup gespielt wurde, wurde bei den Posaunen kinoreifes Popcorn zubereitet und gefuttert.

Als sich die Sonne hinter den Bergen mit den letzten Strahlen verabschiedete, konnten die jungen Moossis (auch Lammburger genannt) sich schliesslich den grossen gleichstellen. Die Taufe begann mit einer Willkommensrede und mit einem Plastikbecherchen gefüllt mit klarer Flüssigkeit und Gummi-CocaCola Fläschchen (was die Flüssigkeit gewesen sein mag, wissen nur die Lammburger). Nachdem die Lammburger mit tosendem Applaus als vollwärtige Mitglieder aufgenommen wurden, konnte der abendliche Festschmaus beginnen. Es gab herrliches Schnitzel und Pommes Frites, dazu Erbsli und Rüebli, welches alles von dem Posuune-Register organisiert und gekocht wurde. Ein grossen und feines Dankeschön an das ganze Register (ausser Pörtmi 😉 ).

Mit, wiedereimal, vollem Magen konnte der Abend richtig losgehen. Während einige im Gemeinschaftsraum ein Schwätzchen mit den Tischnachbarn genossen, gingen andere in einen geheimen Raum und liessen den Abend herrlich ausklingen bis spääääät in die Nacht. Doch was in diesem Raum passierte, bleibt allen Moossis in Erinnerung….

Als die Sonne den Tag begrüsste, hatten einige Moossis… sagen wir’s einmal so… noch nicht den benötigten Schlaf hinter sich. Aber trotzdem nahmen (fast) alle am wohlgedeckten Morgenessen teil. Die dritte und letzte Probe begann.

Doch, als es schliesslich ‚Abreisen‘ hiess, musste das Haus natürlich wieder rein und frei von Schmutz gemacht werden. Als alles fertig war, stiegen die Moossis in die wieder angekommene Kutsche ein und verliessen die Höhl(l)e des Teufels. Mit viel Schweiss, Engagement, Konzentration, Hunger und Durst können alle sagen: ‚ES WAR DER HAMMER!‘

0 93